Pascal Désir Maisonneuve, Le Tartare, entre 1937 et 1938, Assemblage of various Shells, 18x17x12 cm, Photo: Claude Bornand, AN, Collection de l'Art Brut, Lausanne (Ausschnitt), ©

jean dubuffets art brut.! die anfänge seiner sammlung

Paris 1949 - Jean Dubuffet zeigt der Kunstwelt die lange Nase!

Zeitraum: 26. Januar 2017 - 02. Juli 2017

Jean Dubuffet war einer der ideenreichsten Köpfe in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Mitte der 1940er Jahre hatte er genug von der etablierten Kunst und machte sich auf die Suche nach einem neuen Kunstbegriff: frei, unbeeinflusst, antiintellektuell und roh – also „brut“ – sollte diese Kunst sein. Und Dubuffet fand sie tatsächlich an ungewöhnlichen Orten: auf der Straße, in Gefängnissen, in der Volkskunst oder in psychiatrischen Kliniken innerhalb und außerhalb Europas. Diese Kunst sollte für Dubuffet zur Grundlage des von ihm entwickelten Begriffs Art Brut werden. Das museum gugging zeigt 168 Arbeiten aus Dubuffets inzwischen legendärer Sammlung, deren Grundstein er in den Jahren zwischen 1945 und 1949 gelegt hatte. In dieser Sammlung befinden sich Werke von berühmt gewordenen KünstlerInnen wie Aloïse Corbaz, Adolf Wölfli, Auguste Forestier und vielen anderen bekannten, aber auch anonymen KünstlerInnen. Sie sind in dieser historischen Ausstellung versammelt, die erstmals im Herbst 1949 in der Galerie René Drouin unter dem Titel „L’Art Brut“ in Paris gezeigt wurde. Diese Arbeiten bilden heute den Urkern der Collection de l’Art Brut in Lausanne, die diese Schau anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens zusammengestellt hat.