Archiv: aloïse.! corbaz, hausers frauen.! und gugging classics 3.!

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aloïse.! corbaz
Die Schweizerin Aloïse CORBAZ (1886-1964), deren Kunstwerke ausschließlich während ihres über 40 Jahre fortdauernden Psychiatrieaufenthaltes entstanden, ist die bekannteste Frau in der Art Brut. Ihr Hauptmotiv war sie selbst. Ihre Darstellungen eigener wie fiktiver Liebesgeschichten sind romantisch, verklärt und von der Vorstellung der Erfüllung höchster Wünsche in der Liebe getragen. Von den frühen, zarten Versuchen bis zum Glanzstück der Ausstellung, dem zwölf Meter langen Rollbild „Rouleau de la nativité“, dem „Rollbild der Geburt Christi“, lässt sich die phantastische Welt der Malerin entdecken.

hauser's frauen.!" im Novomatic Salon
Johann HAUSER (1926-1996) wurde schon sehr früh der Star unter den Gugginger Künstlern. Mit seinem prägnanten Strich, von anderen Künstlern – Jean Dubuffet bis Arnulf Rainer - hoch geschätzt, war seine Kunst schnell anerkannt. Unter Hausers Motiven stach eines besonders hervor: die Frau. Hauser zeichnete sehr direkt erotische Frauen mit demonstrativ großen Geschlechtsmerkmalen. Seinen Zenit erreichte er im Sommer 1986 mit den `drei Frauen´, drei Zeichnungen, die nun wieder nach Gugging zurückgekehrt und so der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Corbaz und Hauser schufen zwei völlig konträre Ansichten von Frauen: romantisch verklärt und sexualisiert. Zwei Varianten des Frauenbildnisses in der  Art Brut, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich in diesen Ausstellungen doch perfekt ergänzen.
Die Werke kommen aus dem Kunstmuseum Solothurn und mehreren Privatsammlungen in der Schweiz und in Österreich, darunter auch der Diamond Collection.

"gugging classics 3.!"
Gemeinsam mit den oben genannten temporären Ausstellungen ist auch die ständige Präsentation "gugging classics 3.!" zu sehen. Auf 700 m2 gibt diese Schau einen umfassenden Überblick zu Geschichte und Gegenwart der künstlerischen Aktivitäten in Gugging. Neben den bekannten Vertretern der Art Brut wie August WALLA, Oswald TSCHIRTNER oder Johann HAUSER wird auch das Werk in Vergessenheit geratener Künstler wie Franz GABLECK oder Rudolf HORACEK gewürdigt. Die Exponate in diesem Ausstellungsbereich werden regelmäßig ausgetauscht und ergänzt.

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