Der Kunsthistoriker und Psychiater Hans Prinzhorn (1886-1933) schrieb seit 1919 psychiatrische Anstalten, Kliniken und Sanatorien im gesamten deutschsprachigen Gebiet an, kreative Leistungen von Patienten nach Heidelberg zu schicken zum Aufbau eines "Museums für pathologische Kunst". Die Sammlung von mehr als 5000 Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen und Textilien, die dadurch zustande kam, enthält nicht nur Werke, die wir heute der Art brut oder Outsider Art zurechnen. Denn Prinzhorn war an einem Forschungsmaterial von großer Vielfalt interessiert, dessen Auswertung mit der kleinen Auswahl für sein Buch „Bildnerei der Geisteskranken“ (1922) erst beginnen sollte.

Thomas Röske ist seit November 2002 Leiter der Sammlung Prinzhorn am Universitätsklinikum Heidelberg. Er hat Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Psychologie in Hamburg studiert und 1991 mit einer Arbeit über Hans Prinzhorn promoviert. 2015 habilitierte er sich an der Universität Frankfurt mit einer Arbeit über "Kunst in psychiatrischem Kontext. Er unterrichtet regelmäßig an den Kunstgeschichtlichen Instituten der Universitäten Heidelberg und Frankfurt. Seit 2012 ist er Präsident der European Outsider Art Association.

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Dauer: 19:00 - 20:00

Preis: Museumseintritt

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