Johann Garber, © museum gugging

Johann Garber

*1947

Johann Garbers  Grundwesenszug ist seine große und äußerst kommunikative Neugier Menschen gegenüber. Sein künstlerisches Werk quillt über von Details, seine Zeichnungen sind voll gefüllt bis an den Bildrand. Das Hauptthema stellt nur das Grundschema des Inhalts dar, dieses wird von einer Fülle von Details fast überrollt und ist gelegentlich nicht mehr zu erkennen. In die Landschaft mit Häusern und Kirchen fließen hunderte Figuren ein, zudem Tiere, Gräser, Sträucher, Wolken und Sterne. Neben diesen sich im Detail ergehenden, mit Feder und Tusche gezeichneten Werken arbeitet der Künstler fast plakativ auf unterschiedlichen Objekten: von geraden Holzstöcken und Schnapsfläschchen bis zu Krickeln von Rehen und Hörner von Gämsen. Garber gewährt den von ihm bearbeiteten Objekten eine „Wesenheit“: bemalt er zum Beispiel Revolver, verschwindet deren aggressiver Charakter, und die Waffe wird zum kitschig-ironischen Spielzeug. Intensiv arbeitete der Künstler auch an der Gestaltung der Wände des Galerie-Lichthofes im Art / Brut  Center Gugging und an der Fassade des Zubaus zum Haus der Künstler.